Der Verlust der Biodiversität ist eine der größten ökologischen Herausforderungen auf unserem Planeten. Unter biologischer Vielfalt versteht man die Vielfalt unter den lebenden Organismen jeglicher Herkunft, einschließlich u. a. terrestrischer, mariner und anderer aquatischer Ökosysteme und der ökologischen Komplexe, zu denen sie gehören: Dies umfasst die Vielfalt innerhalb der Arten, zwischen den Arten und in den Ökosystemen.

Durch den Klimawandel beschleunigt, wird es immer wichtiger, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Dementsprechend ist die Erhaltung der Arten- und Lebensraumvielfalt wildlebender Organismen die weltweit wichtigste Aufgabe des Naturschutzes. Sie ist aber keine Aufgabe des Naturschutzes allein, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der auch anderen Bereichen wie der Land- und Forstwirtschaft, aber auch der Rohstoffgewinnung und Energieversorgung eine wesentliche Rolle zukommt.

Die RWE AG ist sich der Bedeutung der biologischen Vielfalt und ihrer Auswirkungen auf die Natur durch ihre Geschäftstätigkeit bewusst und hat erkannt, dass “business as usual” nicht ausreicht, um den Verlust der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Die Entwicklung und der Betrieb von Wind- und Solarparks, Kohle- und Gaskraftwerken, Braunkohletagebauen sowie Batterie- und Gasspeichern erfordert besondere Rücksichtnahme auf Flora und Fauna, wobei jedes Projekt und jede Anlage eine einzigartige natürliche Umgebung aufweist. Die für jede Form der Stromerzeugung erforderliche Infrastruktur wirkt sich in gewissem Maße auf die umliegende Umwelt aus. Deshalb werden nicht nur alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten, sondern darüber hinausgegangen. Das Ziel von RWE ist es, bis 2030 für alle unsere neuen Anlagen eine positive Nettoauswirkung auf die biologische Vielfalt zu erreichen.

Historie: Biodiversität bei RWE

2013-2015 fand eine Kooperation mit der Weltnaturschutzunion (International Union for the Conservation of Nature, IUCN) statt. Hier wurden von der IUCN Empfehlungen zur Verbesserung der Biodiversität ausgesprochen, zu denen sich die RWE AG dazu bekannt hat, eine Reihe dieser Empfehlungen aufzunehmen.

2015 hat die RWE AG auf Grundlage der Empfehlungen der IUCN erstmals eine Biodiversitätsrichtlinie (Biodiversity-Policy) verabschiedet, welche festlegt, wie der Konzern den Schutz und die Förderung von Biodiversität im Rahmen seiner nachhaltigen Geschäftstätigkeit gestaltet.

2018 hat die RWE Power AG auf Grundlage der allgemeinen RWE-Biodiversitätsrichtlinie eine Biodiversitätsstrategie für das Rheinische Braunkohlenrevier (BioDiS) konzipiert und eingeführt.

2021 wurde die Nachhaltigkeitsstrategie der RWE AG verabschiedet, in der Biodiversität ein Prioritätsthema ist.

2022 wurde die Biodiversity-Policy überarbeitet und neu verabschiedet. Außerdem ist die RWE AG dem Science Based Target Network for Nature (SBTN) beigetreten.

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Biodiversitätsstrategie

Standortvielfalt schafft Artenvielfalt! Wir nutzen die Chancen, um die Biodiversität bei der Neugestaltung der Landschaft freiwillig zu fördern.

Tiere und Pflanzen

Bereits über 3100 Tiere und rund 1500 Pflanzen sowie Pilze wurden in der Rekultivierung erfasst – und es werden jeden Tag mehr.

Berichte

Die Ergebnisse aus unseren Projekten zur RWE-Biodiversitätsstrategie stellen wir detailliert in unseren Jahresberichten dar.