Aktuelles
Das erste Fohlen des Jahres auf der Sophienhöhe
Bei den Wildpferden gibt es Neuigkeiten! Am 14. April erblickte bei den Koniks ein gesundes Fohlen das Licht der Welt. Das kleine Stutfohlen ist wohlauf und wird gut umsorgt. Es erkundet bereits neugierig seine Umgebung in der goldenen Aue. Die kleine Stute ist das erste Fohlen auf der Sophienhöhe dieses Jahr, im letzten Jahr waren es insgesamt drei. Die ganze Herde hat also auch den zweiten Winter auf der Sophienhöhe erfolgreich gemeistert und fühlt sich weiterhin wohl. Wenn Sie vorbeikommen und dem Fohlen beim Spielen zuschauen, weisen wir dringend darauf hin, die Verhaltensregeln zu beachten. Besonders in der frühen Lebensphase sind die Fohlen empfindlich gegenüber Störungen und die Herde reagiert schnell gereizt. Genießen Sie das Frühjahrsschauspiel also mit dem gebührenden Abstand.
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Jährliche Tierarzt Kontrolle bei den Wildpferden
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Erneut Nachwuchs auf der Goldenen Aue
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Nachwuchs bei den Wildpferden
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Erster Winter auf der Sophienhöhe
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Umsiedlung von zwei Wildpferden nach Holland
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Die ersten Fohlen auf der Sophienhöhe (Juli 2024)
Ganzjahresbeweidung in der Rekultivierung
Früher kamen in Europa viele Weidetierarten vor, unter anderem Rinder, wilde Pferde, Rehe, Edel- und Damhirsche, Elche, Wildesel und Wisente. Große Weidetiere werden als ökologische Schlüsselgattungen betrachtet, da durch eine naturnahe Beweidung eine strukturreiche Landschaft mit abwechslungsreicher Vegetation und dadurch eine hohen Artenvielfalt entsteht.
Machbarkeitsstudie
Zusammen mit der Stiftung FREE Nature, einer niederländischen Organisation mit großer Erfahrung von Beweidungsprojekten in Europa, wurde eine Machbarkeitsstudie für eine naturnahe Beweidung auf der Sophienhöhe durchgeführt.
Als Ergebnis der Machbarkeitsstudie lässt sich festhalten, dass die Goldene Aue auf der Sophienhöhe mit Blick auf die Realisierung eines ersten Pilotprojektes zur Etablierung einer Großbeweidung sehr gut geeignet ist.
Eine Beweidung der Goldenen Aue würde im Sinne der RWE-Biodiversitätsstrategie einen nachhaltigen Beitrag zur Steigerung der Biodiversität sowie zur Landschaftspflege leisten. Eine extensive ganzjährige Beweidung ist ein Versuch, die ursprüngliche Form der Beweidung wiederherzustellen. Die Weidetiere leben das ganze Jahr hindurch in der Natur (Ganzjahres-Beweidung), wobei ihre Anzahl an das Futterangebot in der kritischsten Jahreszeit (Winter) angepasst ist. Extensive Ganzjahres-Beweidung hat sich in den letzten Jahrzehnten von einem oft kritisch betrachteten Experiment zu einem anerkannten und kostenextensiven Verfahren des Naturschutzes entwickelt.
Pilotprojekt Beweidung Sophienhöhe
Auf der Goldenen Aue der Sophienhöhe lebt seit Juni 2024 eine naturnahe Herde von Konikpferden. Die Beweidung ist ein gemeinsames Pilotprojekt der RWE Power AG, Forschungsstelle Rekultivierung, NEULAND HAMBACH GmbH sowie der niederländischen Stiftung FREE Nature.
Über Konikpferde
Koniks sind robuste, selbstständige Pferde, die von Natur aus in einer großen Herde leben. Die Pferderasse stammt ursprünglich aus Polen und wurde in den letzten Jahrzehnten in vielen europäischen Naturschutzgebieten angesiedelt.
Zu den charakteristischen Merkmalen dieser Rasse zählen eine Widerristhöhe von maximal 145 cm, ein helles bis dunkles mausgraues Fell, ein dunkler Rückenstreifen und zebraähnliche Streifen an den Beinen. Das Naturell, die Kommunikation untereinander und die hierarchische Stellung von Konikpferden innerhalb der Herde lassen sich bestens aus der Ferne beobachten.
Bio-Monitoring und Ausblick
In der Natur erfüllen Konikpferde eine wichtige ökologische Funktion. Sie tragen durch ihr (Weide-)Verhalten zu einer abwechslungsreichen Vegetationsstruktur bei und fördern somit die Entwicklung einer vielfältigen Flora und Fauna. Eine naturnahe Beweidung durch wild lebende Tiere unterstützt eine strukturreiche Vegetation und hält das Grasland weitgehend frei von Bäumen und Sträuchern. Damit erhöht sich in der Rekultivierung nicht nur die Standort-, sondern auch die Artenvielfalt.
Die Forschungsstelle Rekultivierung wird die Beweidung in Zusammenarbeit mit den Biologischen Stationen Düren und Bonn/Rhein-Erft sowie mit verschiedenen Fachgutachtern und Experten per Biomonitoring überwachen und die Ergebnisse auswerten. Begleitet wird das Projekt von den lokalen Umweltverbänden, BUND und LNU. Untersucht werden die Vegetation, Laufkäfer, Wildbienen, Falter, Avifauna und Amphibien. Die Kartierer haben blaue Westen und dürfen abseits der Wege die Flächen für die Kartierung betreten. Die Ergebnisse des Monitorings stellen wir hier vor.
Nach der Pilotphase soll die ganzjährige Beweidung auf weitere Bereiche der Rekultivierung Hambach ausgedehnt werden. Eine Erweiterung sieht zudem vor, auch andere Tierarten wie Hochlandrinder oder Wasserbüffel in die neuen Beweidungsflächen aufzunehmen. Hierfür sind bereits geeignete Flächen in den Erläuterungskarten des Braunkohlenplans Hambach sowie im Rahmenplan der NEULAND HAMBACH GmbH ausgewiesen, der die planerischen Ziele der sechs Kommunen rings um den Tagebau aufzeigt.
Besuch auf der Sophienhöhe
Die ganze Sophienhöhe ist durch Wander- und Radwege für Besucher zugänglich. Neben den Wildpferden gibt es einen Naturerlebnispfad und weitere interessante Stationen, die besucht werden können. Die Wildpferde befinden sich in der Goldenen Aue auf einer Anhöhe der Sophienhöhe. Das Gebiet ist nur zu Fuß oder per Fahrrad zu erreichen. Der Rundweg vom Wanderparkplatz Sophienhöhe ist 6 km lang und enthält einige steile Passagen. Bringen Sie ausreichend Zeit und passendes Schuhwerk mit! Wir bieten auch regelmäßig geführte Exkursionen per Bus oder zu Fuß auf die Sophienhöhe an. Eine Wanderkarte finden Sie hier.
Das eingezäunte Gelände kann über Eingangstore betreten und durchwandert werden. Fahrradfahrer werden gebeten abzusteigen. Hunde müssen angeleint sein. Beachten Sie bitte die Verhaltensempfehlungen für Besucher und schützen Sie dadurch die Tiere, die Natur und auch sich selbst. Vielen Dank!



























