Früher kamen in Europa viele Weidetierarten vor, unter anderem Rinder, wilde Pferde, Rehe, Edel- und Damhirsche, Elche, Wildesel und Wisente. Große Weidetiere werden als ökologische Schlüsselgattungen betrachtet, da durch eine naturnahe Beweidung eine strukturreiche Landschaft mit abwechslungsreicher Vegetation und dadurch eine hohen Artenvielfalt entsteht. 

Zusammen mit der Stiftung FREE Nature, einer niederländischen Organisation mit großer Erfahrung von Beweidungsprojekten in Europa, wurde eine Machbarkeitsstudie für eine naturnahe Beweidung auf der Sophienhöhe durchgeführt.

Als Ergebnis der Machbarkeitsstudie lässt sich festhalten, dass die Goldene Aue auf der Sophienhöhe mit Blick auf die Realisierung eines ersten Pilotprojektes zur Etablierung einer Großbeweidung sehr gut geeignet ist.

Eine Beweidung der Goldenen Aue würde im Sinne der RWE-Biodiversitätsstrategie einen nachhaltigen Beitrag zur Steigerung der Biodiversität sowie zur Landschaftspflege leisten. Eine extensive ganzjährige Beweidung ist ein Versuch, die ursprüngliche Form der Beweidung wiederherzustellen. Die Weidetiere leben das ganze Jahr hindurch in der Natur (Ganzjahres-Beweidung), wobei ihre Anzahl an das Futterangebot in der kritischsten Jahreszeit (Winter) angepasst ist. Extensive Ganzjahres-Beweidung hat sich in den letzten Jahrzehnten von einem oft kritisch betrachteten Experiment zu einem anerkannten und kostenextensiven Verfahren des Naturschutzes entwickelt.

Zusammen mit den Projektpartnern FREE Nature und der Neuland Hambach GmbH wurde ein Beweidungskonzept für die Goldene Aue erarbeitet. Am 13. Juni 2024 wird das Pilotprojekt mit einer kleinen naturnahen Herde an Konik-Wildpferden starten. Begleitend wird ein Bio-Monitoring durchgeführt, das die Entwicklung der Fläche bezüglich Biodiversität festhalten soll.

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Biodiversitätsstrategie

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Tiere & Pflanzen

In der Rekultivierung wurden bereits über 3.100 Tiere und rund 1.500 Pflanzen sowie Pilze erfasst. Welche Arten dies sind, finden Sie in unseren Artenlisten.

Forschungsarbeiten

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