Jahresbericht 2005

Jahresbericht 2005 (pdf-download [855 KB] )

Buch "Tiere und Pflanzen in der Rekultivierung"
Spezielle Artenschutzmaßnahmen
- Ringelnatterprojekt
- Unken
- Fledermausstollen
- Fledermausstollen
- Neuartige künstliche Höhlen
- Ameisen
- Pfanzenumsiedlung
- Wanderfalkenmarkierung
- Totholzstämme (Höhlenbäume) auf der Sophienhöhe
- Abfischen des Platzek-Weihers
- „Initiative Rheinisches Wildpflanzensaatgut“
- Feldrainbegrünung mit Heublumen
Allgemeine Naturschutzarbeit und Landschaftspflege
- Umsetzung des Naturschutzkozeptes für das Restfeld Ville
- Kopfbaumschnitt
- Freischneiden von Teichen
- Vogeljulen/Nisthölzer
Ökologische Begleitforschung
- „Lebendige Feldflur“ in Fortuna
- Indemonitoring
- Libellenkartierung
- Weitere besondere Beobachtungen
Staatsexamens-, Diplom-, Facharbeiten, Praktika
- Diplomarbeiten
- Staatsexamensarbeiten
- Praktika
- Facharbeit
Kommunikation
- Internetseite
- CD-Rom zum Rekultivierungskongress
- Pressetermine, Pressespiegel
- Osterhasen (25.-28.3.2005)
- „Lebendige Natur bei Nacht“ (21.4.2005)
- Zur Entdeckung des Schwertblättrigen Waldvögelein
- Buchveröffentlichung (06.12.2005)
- Veranstaltungen in der Station
- Vorträge, Führungen und Exkursionen

Buch "Tiere und Pflanzen in der Rekultivierung"

Die Fertigstellung des Buches hat sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Das ursprüngliche Buchkonzept wurde – auch auf Wunsch von Prof. Greven (Uni Düsseldorf) – 2005 noch einmal vollständig überarbeitet: insbesondere wurden die einführenden Kapitel zu den Artengruppen neu gefasst; die Tabellen wurden abschließend taxonomisch überarbeitet – wichtig, um Synonyme usw. zu finden. Zusätzlich wurden für jede Artengruppe Übersichtstabellen für die ausgewerteten Arbeiten neu erstellt.Das Buch wurde am 06.12.2005 bei einem Pressetermin der Öffentlichkeit vorgestellt. Seither wurde es per Post an 257 Externe und über 40 Interne verteilt. Zusätzlich wurden den Buchläden in Jüchen, Bedburg, Bergheim, Frechen, Hürth, Düren, Kreuzau, Jülich und Brühl Belegexemplare persönlich überreicht. Beim Verlag ist die Nachfrage größer als erwartet und es wurden 70 Exemplare aus unserem Bestand vom Verlag in Kommission zurückgekauft.

Spezielle Artenschutzmaßnahmen

- Ringelnatterprojekt -
Bereits 2004 wurde von Frau Dr. Birgit Blosat eine Studie über die Habitateignung der Rekultivierung – speziell der Sophienhöhe – als potenzieller Ringelnatter-Lebensraum durchgeführt. Wichtigstes Ergebnis war, dass diese prinzipiell gegeben ist – insbesondere rund um die vielen Teiche. Deutlich wurde bei dieser Betrachtung, dass vor allem Sonnenplätze im Minimum sind. Daher wurden 2005 an den Teichen der Süd- und Westböschungen die Ufer freigestellt (Abb. 1). Zusätzlich wurde aus dem Schnittmaterial und im Spätherbst gewonnenem Schnittgut Gärhaufen angelegt, die bevorzugte Ruhe- und potenzielle Eiablageplätze sind.
Wurde bei der ursprünglichen Projektplanung noch davon ausgegangen, dass Tiere dort aktiv angesiedelt werden müssen, haben die Recherchen von Frau Dr. Blosat gezeigt, dass möglicherweise am Fuße der Sophienhöhe im Bereich Stetternich die Ringelnatter noch vorkommt. In der Zwischenzeit liegt uns ein Bericht aus der alten Ortslage Lich-Steinstrass vor, der darauf hindeutet, dass auch hier möglicherweise noch Ringelnattern vorkommen. Daher wird nun also zunächst versucht, 2006 durch das Auslegen und Kontrollieren von so genannten Schlangenbrettern ein möglicherweise bereits vorhandenes Vorkommen auf der Sophienhöhe nachzuweisen. Die Maßnahmen zur Lebensraumgestaltung werden 2006 ebenfalls fortgesetzt. Darüber hinaus soll die Anlage von Sonnenplätzen und Gärhaufen sowie die Ausbringung und Kontrolle von Schlangenbrettern in diesem Jahr auch an der Inde durchgeführt werden. Ein Problem dabei ist, dass insbesondere Gärhaufen nicht im Bereich des Hochwassers sein dürfen, deswegen soll mit solchen Maßnahmen erst begonnen werden, wenn entsprechende Erfahrungen vorliegen. An der Inde besteht die Möglichkeit, dass sich Ringelnattern, ausgehend vom Vorkommen an der Rur-Inde-Mündung, in der neuen Indeaue ansiedeln.

 Abb. 1: Sonnenplatz mit Versteck- und Gärhaufen für Ringelnattern


- Unken -
Seit einigen Jahren beobachtet Herr Chmela von der Biologischen Station in Bonn das Vorkommen der Gelbbauchunke im Rheinland. Für den Raum Kottenforst war diese Art einst als überall häufig und typisch beschrieben. Die Art braucht konkurrenzfreie, stark besonnte Klein- und Kleinstgewässer – Pfützen, Fahrspuren –, wie sie noch bis in die 1980er Jahre im Rahmen der Kahlschlagwirtschaft in großer Zahl entstanden sind. Heute ist die Unke im Gebiet bis auf zwei kleine Restvorkommen nahezu verschwunden. Eines der letzten bekannten Vorkommen befand sich im Hackenbroich, einem rekultivierten Forst bei Berrenrath.
Als spezielle Artenschutzmaßnahme hat sich für Restbestände der Unke bewährt, 60 – 90 l Maurerkübel als künstliche Kleingewässer an besonnten Stellen einzugraben. Nach einer Ortsbegehung mit Herrn Chmela wurden daraufhin noch im Juni 2005 sechs derartige Wannen im Gebiet ausgebracht. Bisher erbrachten die Kontrollen noch keinen Nachweis von Unken. Allerdings wurden im Herbst nochmals einige der Wannen umgelegt, weil sie ursprünglich nicht genügend besonnt waren. 2006 werden die Kontrollen fortgesetzt und eventuell weitere Wannen ausgebracht.

- Fledermausstollen -
Bei der Aufkippung der Sophienhöhe wurde im Fußbereich Richtung Welldorf ein Stollen aus Betonrohren eingebaut, der als potenzieller Fledermausstollen gedacht war. Allerdings zeigte sich bereits in den ersten Jahren, dass offensichtlich die Luftfeuchte in diesem Stollen nicht ausreichte, um ein Ansiedlung von Fledermäusen zu ermöglichen. Seinerzeit wurde daraufhin mit Folienabdichtung Wasser eingebracht. Die Hoffnung war, dass mit zunehmendem Alter der Fußbereich der Sophienhöhe insgesamt feuchter würde und sich dadurch das Problem löst. Allerdings war der Stollen nach wie vor trocken, so dass wir uns entschieden, eine nachhaltige Bewässerung für den Stollen zu schaffen. Zunächst wurde bereits 2004 vom Tagebau unter Leitung von Herrn Rosenland über dem Stollen ein Trichter freigebaggert, der an seinem tiefsten Punkt zu einem Bohrloch in der Decke des Stollens führt. So war 2005 erstmalig ganzjährig der Boden des Stollens feucht. Allerdings zeigte sich, dass sich das Loch am Grunde des Wassersammeltrichters doch wieder zusetzt, so dass in diesem Jahr in zwei Aktionen ein Dränrohr in die Sohle des Sammeltrichters eingebaut wurde, das zuletzt sogar noch mit einer Folie unterfangen wurde. Dieses Dränrohr leitet das Wasser nun direkt in zwei Löcher in der Stollendecke (Abb. 2). Um das Mikroklima im Stollen weiter zu verbessern, wurde der Eingang bis auf einen Einflugschlitz verschlossen. Zusätzlich wurden im Eingangsbereich neue Porenbetonsteine als Hangplätze eingebaut (Abb. 3).

 Abb. 2: Einbau eines Dränrohres zur Bewässerung des Fledermausstollen, um dort die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.


 Abb. 3: Eine Reihe neuer Porenbetonsteien als Hangplätze für Fledermäuse im Eingangsbereich des Stollens sollen die Chancen der Nutzung verbessern.


- Neuartige künstliche Höhlen -
Herr Rosenland hat eine neuartige Form künstlicher Höhlen in alten Baumstämmen entwickelt. Bereits seit mehreren Jahren werden solche „Totholzstämme“ in der Rekultivierung als besondere Lebensraumstrukturen aufgestellt (Abb. 5). Diese bieten sich an, um darin mit der Motorsäge größere künstliche Höhlen zu schaffen (Abb. 4), die nach dem Vorbild von künstlichen Wochenstubenkästen potenziell auch Fledermäusen als Sommerquartier dienen können. Dieses Konzept wird durch die Mitarbeiter des Forstdienstbezirkes Lindenberg aktuell auch auf stehende Stämme der Pappeln ausgedehnt.

 Abb. 4: Künstliche Höhle in einem alten Baumstamm. Die Höhle wird mit der Motorsäge herausgearbeitet und mit dem ursprünglichen Rindenstück wieder verschlossen.


- Ameisen -
Entsprechend des Fortschreitens des Tagebaus wurden durch die Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Ökologie im Vorfeld des Tagebaus Hambach die Ameisenhaufen kartiert. Diese Kartierung ist Grundlage für die frühzeitige Umsiedlung der Haufen in die Rekultivierung.
Die umgesiedelten Ameisenhaufen auf der Sophienhöhe haben sich in 2005 gut entwickelt und eine auffällige Vielzahl von Tochternestern gebildet. Dies ist umso erfreulicher, als vor drei Jahren viele Nester mutwillig durch das Ausstreuen von Backpulver geschädigt oder gar zerstört wurden. Zur Stärkung der Nester wurden durch die Arbeitsgruppe Ökologie frische Fichtennadeln als Baumaterial gesammelt und ausgebracht.
Auf der Sophienhöhe und auf der Kasterer Höhe wurden die Ameisenhaufen freigeschnitten und – soweit noch vorhanden – die Nesthauben kontrolliert. Insgesamt geht auch in der Rekultivierung heute die Tendenz dazu, keine Nesthauben mehr anzubringen, da diese nicht zuletzt den Spechten, die durchaus auf Ameisennahrung angewiesen sind, aber auch Hähern und anderen den Zugang zu den Nestern verwehren, obwohl sie diesen, z.B. auch für die Gefiederpflege, brauchen. So wird der Artenschutz für die eine Art zum Nachteil für eine andere. Allerdings ist speziell auf der Sophienhöhe die Belastung der teilweise noch schwachen Nester vor allem durch Grünspechte so groß, dass es geraten erscheint, zumindest einige wieder durch Hauben zu schützen.

- Pflanzenumsiedlung -
Kleines Wintergrün als typische Art der Bürgewälder, die auf natürlichem Weg kaum eine Chance hat die Rekultivierung zu besiedeln, wurde aus gerodeten Bereichen des Vorfeldes in rekultivierte Wälder auf der Kasterer Höhe und der Sophienhöhe umgesiedelt.

- Wanderfalkenmarkierung -
Durch die Mitarbeiter des Arbeitskreises Wanderfalkenschutz wurden erstmals Wanderfalken aus einer Brut auf einem Bagger mit Ringen markiert. Insgesamt sind in Inden mindestens zwei Jungvögel erfolgreich ausgeflogen und in Hambach aus zwei Bruten fünf.

- Totholzstämme (Höhlenbäume) auf der Sophienhöhe -
Die Totholzstämme auf der Sophienhöhe wurden kartiert, nummeriert und fotografiert. Des Weiteren wurden sie auf Höhlen überprüft. Erste faunistische Beobachtungen an den Höhlen wurden festgehalten. Diese Arbeiten wurden zum Teil von einem Schülerpraktikanten durchgeführt (Abb. 5). Mit Prof. Schuphan von der Universität Aachen wurde Kontakt aufgenommen, um diese Totholzstämme ökologisch im Rahmen einer Diplomarbeit untersuchen zu lassen. Eine erste Kandidatin hat unter Anleitung der Mitarbeiter der Forschungsstelle Rekultivierung bereits erste Erkundungen gemacht, ist aber dann wieder abgesprungen. Aktuell besteht erneut Kontakt zur Uni Aachen wegen der Durchführung des Programms 2006.

- Abfischen des Platzek-Weihers -
Der im Zuge des Fortschreitens des Tagebaus in Anspruch genommene „Platzek-Weiher“ wurde durch die Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Ökologie artenschutzgerecht abgefischt und die Tiere in die Inde verbracht.

- „Initiative Rheinisches Wildpflanzensaatgut" -
RWE Power ist auf Anregung der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft des DBV Mitglied in der Initiative Rheinisches Wildpflanzensaatgut, zusammen mit der Biologischen Station Bonn, der Biologische Station im Rhein-Sieg-Kreis, der Stadt Sankt Augustin und der LÖBF.
Ziel ist die Vermehrung von autochthonem Saatgut, um es für die Begrünung im Landschaftsbau nutzbar zu machen. Von den beteiligten Biologischen Stationen und der Stadt Sankt Augustin wurde selbst gesammeltes Saatgut zur Vermehrung durch den Schirrhof bereitgestellt. Die schwierige Aussaat wurde durch den Schirrhof von Herrn Woopen organisiert.
Im Sommer musste einmalig Unkraut per Hand entfernt werden. Hier waren u.a. auch Vertreter der Kooperationspartner beteiligt (Herr Wetterich von der Stiftung, Zivildienstleistende der Stadt Sankt Augustin, Praktikanten der Biologischen Stationen, Herr Woopen von RWE-Power und Herr Weglau von der Forschungsstelle Rekultivierung).

Ansaaterfolg:

Malve: guter Aufwuchs, guter Ernteerfolg (maschinelle Ernte der Samenkapseln, aber das Herauslösen der Samen ist Handarbeit (Herr Woopen und Ehefrau))
Klatschmohn: guter Aufwuchs, guter Ernteerfolg (Handarbeit) (aber die Hälfte des Aufwuchses wurde von Unbekannten geerntet (gestohlen))
Wiesenpippau: Totalausfall
Pastinak: später Aufwuchs, Ernte nächstes Jahr
Wegwarte: später Aufwuchs, Ernte nächstes Jahr
Wiesenflockenblume: später Aufwuchs, Ernte nächstes Jahr
Wiesen-Margerite: später Aufwuchs, Ernte nächstes Jahr
Schafgarbe: später Aufwuchs, Ernte nächstes Jahr

- Feldrainbegrünung mit Heublumen -
Nach der erfolgreichen aber arbeitsintensiven „Heublumenansaat“ im Jahr 2004 sollte diese Aktion im Jahr 2005 wiederholt werden. Vertreter des Rheinkreises Neuss hatten die Zusage erteilt, dass das Mahdgut des Uedesheimer Altdeiches in das Rekultivierungsgebiet Fortuna gebracht wird. Leider war das Wetter im Sommer so schlecht, dass der Deich erst im August gemäht werden konnte. Des Weiteren erwies sich der Garten- und Landschaftsbaubetrieb, der die Maßnahme durchführen sollte, als wenig kooperativ, so dass die Aktion abgesagt werden musste. Stattdessen wurde durch den Schirrhof Garsdorf auf eigenen Spenderflächen auf der Königshovener Höhe Heublume geerntet und auf Feldrainen in unmittelbarer Nähe ausgebracht, die ebenfalls zur Begrünung anstanden. Die Feldraine im Rekultivierungsgebiet Fortuna wurden ebenfalls durch den Schirrhof mit einer Standardmischung eingesät.

nach oben 

Allgemeine Naturschutzarbeit und Landschaftspflege

- Umsetzung des Naturschutzkonzeptes für das Restfeld Ville -
In Zusammenarbeit mit der ULB des Rhein-Erftkreises wurde ein Vertrag mit Herrn Schnitzler geschlossen, der die naturschutzgerechte Beweidung des Restfeldes Ville durch Schafe übernommen hat. Die erste Beweidungssaison ist sehr erfolgreich verlaufen.

- Kopfbaumschnitt -
Als Reminiszenz an typische kulturlandschaftliche Elemente der Niederrheinischen Bucht wurden bei der Erstellung des Elsbachtales Versuche mit der Neupflanzung von Kopfbaumweiden gemacht. Das Besondere damals war, dass Stammstücke stärkerer Weiden aus dem Tagebauvorfeld als Steckstangen ausgebracht wurden; diese haben tatsächlich Wurzeln geschlagen und bilden heute bereits stattliche Kopfbäume. Kopfbäume müssen im zweijährlichen Turnus geschnitten werden, was in diesem Winter durch die Mitarbeiter der AG Ökologie erstmals vollständig durchgeführt wurde (Abb. 6).

 Abb. 6: Kopfbaum-Weiden im Elsbachtal.


- Freischneiden von Teichen -
Wie auf der Sophienhöhe für die Ringelnatter wurden auch auf der Kasterer Höhe Teiche im Uferbereich freigeschnitten, um sonnige Plätze insbesondere für Amphibien und Reptilien zu schaffen.

- Vogeljulen/Nisthölzer -
Auch in diesem Jahr wurden durch die Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Ökologie ein Vielzahl von Julen (Vogelsitzstangen) und Insektennisthölzern gebaut und in der Rekultivierung ausgebracht.

nach oben 

Ökologische Begleitforschung

- „Lebendige Feldflur“ in Fortuna -
Im Rahmen des Projektes werden eine Reihe biotopverbessernder Maßnahmen durch die Schirrhöfe durchgeführt und zur wissenschaftlichen Überprüfung der Hasenbesatz und Feldvögel untersucht.

Ergebnis der Hasenzählungen 2002-2005:
Seit 2002 werden im rekultivierten Tagebau Fortuna-Garsdorf jeweils zwei Zählungen mit Scheinwerfern in der Nacht im Frühjahr und Herbst durchgeführt; dies erfolgt nach derselben Methodik wie in den Vergleichsgebieten des Landes NRW, wo die Landesjägerschaft mit der LÖBF ein parallele Untersuchung durchführt.
Im Jahr 2005 wurden folgende Besätze ermittelt:

Frühjahrsbesatz 2005: 25 Hasen/100ha (N=213); 2004: 32 (N= 237,5)
Herbstbesatz 2005: 40 Hasen/100ha (N=371), 2004: 35 (N= 284)

Im Überblick über die Hasenzählungen seit 2002 wird deutlich, dass die Dichte des reproduzierenden Bestandes – also der Hasenbesatz im Frühjahr bezogen auf die untersuchte Fläche – zunächst stark gestiegen und seither konstant ist, mit einem leichten Rückgang im Frühjahr 2005 (Abb. 7). Allerdings ist im gesamten Zeitraum durch neu verkippte Rekultivierungsflächen auch die Gesamtfläche größer geworden (Abb. 8). Die absolute Zahl beobachteter Hasen ist im gesamten Untersuchungszeitraum gestiegen.

 Abb. 7: Hasenbesatz auf der jeweiligen Gesamtfläche angegeben in Hasen/100 ha als Mittelwert aus zwei Messungen und die maximale Zahl (F: Frühjahr, H: Herbst).


 Abb.8: Flächenzuwachs auf der Gesamtfläche [gezählte Fläche in ha] (F, H wie Abb. 7).


Insofern stellt sich die Frage, inwieweit die Hasenpopulation die neu hinzugekommenen Flächen jeweils innerhalb eines Jahres mit voller Dichte besiedeln konnte, oder ob sich, wenn die Fläche in Zukunft gleich bleibt, die Hasendichte in Hasen pro 100 ha noch weiter erhöht. Vor allem der scheinbare Rückgang im Frühjahr 2005 dürfte sich so erklären lassen: während des Jahres 2004, das insgesamt durch die Witterung kein „gutes“ Hasenjahr war, sind große Flächen zugewachsen. In dieser Zeit hatten die vorhandenen Hasen gar keine Möglichkeit, von dem neuen Flächenangebot zu profitieren und entsprechend erreicht die Dichte dann nach dem Winter – bezogen auf die größere Fläche – ein Minimum.
Die Fortsetzung der Beobachtungen wird zeigen, ob die im Vergleich zu anderen deutschen Gebieten hohen Hasenbesätze im Gebiet Fortuna in Zukunft noch weiter steigen.

Avifauna:
Parallel zur Hasenunterschung werden in diesem Gebiet flächendeckend die Rebhuhnreviere mittels Klangattrappe in je 2x2 Durchgängen erfasst, sowie die Singvogelarten der Feldflur auf 200 m langen Zähltransekten jeweils zweimal jährlich während der Brutsaison. Darüber hinaus werden die Singvogelarten in den Sonderstrukturen – Buchholzer Tal, Buchholzer Graben, Baggertrasse, Bandanlage etc. erfasst. Als Besonderheit konnte im Gebiet der Wachtelkönig nachgewiesen werden, der seither zusätzlich nachts mit der Klangattrappe nachgesucht wird.
Als wesentliche Ergebnisse kann man bisher festhalten:

Die Siedlungsdichte des Rebhuhns ist aktuell überdurchschnittlich, könnte aber künftig bei Rückbau der Baggertrasse und fortschreitender Sukzession in den ungenutzten Randstrukturen wieder sinken.
Die Wachtel kommt im Gebiet dauerhaft in wechselnden Dichten vor. Bei einem Wegfallen der Luzerne ist mit einer Abnahme der Attraktivität der Feldflur zu rechnen, aber nicht mit einem vollständigen Verlust des Vorkommens.
Die Grauammer ist eng an Luzerneschläge gebunden. Ein Fortbestand der Population im Untersuchungsgebiet ist davon abhängig, dass entweder weiterhin Luzerne angebaut wird oder sonstige geeignete Lebensräume zur Verfügung stehen.
Die Schafstelze hat sich in der Feldflur in einer mäßigen Siedlungsdichte eingestellt: das Vorkommen ist stabil und nicht von Luzerne oder den Grünzügen abhängig, so dass sie auch künftig in der Feldflur überlebensfähig ist.
Die Feldlerche kommt in der Feldflur in einer durchschnittlichen Siedlungsdichte vor. Der Bestand ist stabil und dauerhaft überlebensfähig.
Wiesenpieper profitieren grundsätzlich von Randstreifen an Wegen. Rebhühner und Wiesenpieper besiedeln rasch und in erhöhter Dichte junge Stadien der nicht bewirtschafteten Randstrukturen innerhalb der Feldflur.
Die Baggertrasse hat eine hohe Bedeutung für die Populationen von Rebhuhn und Wiesenpieper im Untersuchungsgebiet (jeweils Schwerpunktvorkommen). Mit dem Rückbau der Trasse dürften die Bestände dieser beiden Arten im Betrachtungsgebiet zurückgehen.

Ein positiver Effekt der Einsaaten und Feldraine auf die Feldvögel ist bisher nicht zu belegen. So ist z.B. im nördlichen Teil der Feldflur eine Abnahme der Rebhuhn-Vorkommen zu verzeichnen, obwohl sich die Lebensraumstruktur für die Art durch Anlage der Einsaatenstreifen und Feldraine verbessert haben müsste. Die Ansiedlung von Schafstelzen an Einsaatstreifen und -flächen innerhalb des Schlages 232 war 2005 (im Gegensatz zum Vorjahr) nicht zu beobachten, was aber möglicherweise darauf zurückzuführen ist, dass der Schlag im Jahr 2005 mit Erbse bestellt war. Die Feldraine könnten allerdings zu der positiven Entwicklung des Schafstelzen-Vorkommens im Untersuchungsgebiet beigetragen haben. Die Grünzüge Buchholzer Hang und Buchholzer Tal sind Lebensraum einer relativ vielfältigen Avifauna mit gefährdeten Arten (Feldschwirl, Turteltaube, Dorngrasmücke, Schwarzkehlchen, Neuntöter) und übernehmen wichtige Teillebensraumfunktionen für das Rebhuhn. Zum mittel- bis langfristigen Erhalt und zur Optimierung von Lebensraumfunktionen der Grünzüge Buchholzer Hang und Buchholzer Tal für Vögel ist ein Management- bzw. Pflegekonzept sinnvoll, da bei ungehinderter Sukzession mit negativen Auswirkungen auf die Artendiversität und Vorkommen gefährdeter Arten zu rechnen ist.

- Indemonitoring -
An der Inde werden Vögel, Amphibien, Heuschrecken, Tagfalter, Libellen und die Pflanzen an vier Standorten der rekultivierten und mittlerweile gefluteten Inde untersucht. Im Jahr 2005 wurden im Bereich der vier Probeflächen am neuen Indeabschnitt insgesamt 55 Vogelarten nachgewiesen. Bei 26 Arten ist von Brutvorkommen bzw. besetzten Revieren auszugehen, bei 9 weiteren Arten von einer möglichen Brutansiedlung. Die übrigen 20 Arten sind als Nahrungsgäste und Durchzügler einzustufen.
Auf den beiden älteren Untersuchungsflächen konnten mehr Vogelarten (sowohl Brut- als auch Gastvögel) nachgewiesen werden als auf den jüngeren Standorten: die Gehölzpflanzungen sind hier schon so weit aufgewachsen, dass sich diverse gehölztypische Vogelarten ansiedeln können.
Als landesweit gefährdete Brutvögel konnten Wiesenpieper, Feldschwirl und Schwarzkehlchen als Brutvögel nachgewiesen werden. Unter den Gastvögeln sind vor allem Rohrweihe und der Eisvogel als Besonderheiten aufgefallen, die durchaus das Potenzial zu Brutvögeln haben. Daher werden wir noch in diesem Jahr – nach den guten Erfahrungen im Südrevier – künstliche Eisvogelbrutwände errichten. Die Ergebnisse zur Vegetation und den Wirbellosen befindet sich zur Zeit noch in der Auswertung.

- Libellenkartierung -
Überprüfung von neuen Gewässern und von Gewässern, an denen seltene oder 2003 erstmalig in der Rekultivierung nachgewiesene Arten beobachtet wurden:

- Weitere besondere Beobachtungen: -

Bestätigung des Vorkommens von Ceriagrion tenellum (Späte Adonislibelle) am Zechenhaus in Garzweiler. Erstmaliger Nachweis der Paarung, weiteres Vorkommen in unmittelbarer Nähe an einem Kleingewässer nördlich des Zechenhauses.
Nachweise von Aeshna grandis (Braune Mosaikjungfer) an der Inde (Erstnachweis für Inden).
Massenvorkommen von Sympetrum pedemontanum (Gebänderte Heidelibelle) an der Inde (Erstnachweis für Inden).
Massenvorkommen von Orthetrum brunneum (Südlicher Blaupfeil) am Graben 100 in Frechen (Quelle: Rodenkirchen und Chmela). (Erstnachweis für Frechen).
Nachweis von Calopteryx splendens an der Inde (Erstnachweis für Inden).
Sicherer Nachweis von Crocothemis erythrea (Feuerlibelle) am Elsbachteil (in Garzweiler bisher nur „cf“).
Nachweis von Crocothemis erythrea (Feuerlibelle) am Graben 100 in Frechen (Quelle: Rodenkirchen und Chmela) (Erstnachweis für Frechen).
Nachweis von Erythromma najas (Großes Granatauge) am Graben 100 in Frechen (Quelle: Rodenkirchen und Chmela) (Erstnachweis für Frechen).
Nachweis von Ischnura pumilio (Kleine Pechlibelle) am Graben 100 in Frechen (Weglau sowie Rodenkirchen und Chmela) (Erstnachweis für Frechen).
Nachweis von Libellula depressa (Plattbauch) im Buchholzer Tal (Erstnachweis für Fortuna).
Nachweis von Lestes sponsa (gemeine Binsenjungfer) an der Inde (Erstnachweis für Inden).
Nochmaliger Verdacht auf Aeshna juncea (Torf-Mosaikjungfer) an der Inde.
Verdacht auf Brachytron pratense (Kleine Mosaikjungfer) an der Inde.
Verdacht auf Cordulegaster boltonii (Zweigestreifte Quelljungfer) an der Inde.

Nachweis der Wechselkröte im neu gestalteten Grabenbett des Buchholzer Tales.
Beobachtung von 5 Großen Brachvögeln an der Inde (Durchzügler) (Erstnachweis für Zukunft/Inden).
Silberreiher an der Inde und an Seen im Südrevier
Verdacht auf Kiebitzbruten an der Inde und am Graben 100 in Frechen (Erstnachweis für Frechen) (Abb. 9).
Nachweis von Pirol in den Pappeln an der Bandanlage zwischen Wiedenfelder Höhe und Winkelheimer Grund im Bereich Fortuna (Erstnachweis für Fortuna).
Nachweis von Flussregenpfeifer als Brutvogel an der Inde.

 Abb. 9: Kiebitze an der rekultivierten Inde.


nach oben 

Staatsexamens-, Diplom-, Facharbeiten, Praktika

- Diplomarbeiten -
Till Wilmes, Geographie, Universität Köln.
Thema: Braunkohle im Raum Aachen und Rekultivierungsmaßnahmen.
Herr Wilmes beabsichtigt in seiner Arbeit auf die Sophienhöhe und die Verlegung der Inde und des neu geschaffenen Flussbettes zwischen Kirchberg und Lamersdorf als Landschaftsbeispiele der Rekultivierung einzugehen. Die Arbeit wird im März 2006 abgeschlossen sein.

- Staatsexamensarbeiten -
Frau Gerres, Didaktik der Biologie (Sek I) Universität Köln. Thema: Wechselwirkungen zwischen Blütenpflanzen und Schmetterlingen in Rekultivierungsgebieten des Braunkohletagebaus.
Didaktische Arbeit, in der aufgezeigt wird, wie Schülern der Klasse 8 die Wechselwirkung zwischen Vegetation und Tagfaltern (Beispiel Sophienhöhe) nahe gebracht werden kann. Als Grundlage diente unser Buch „Tiere und Pflanzen in der Rekultivierung“. Frau Gerres erarbeitet derzeit eine Unterrichtsmappe für Lehrer zu diesem Thema, das als Beiheft zum „Buch Tiere und Pflanzen in der Rekultivierung“ gedacht ist.

- Praktika -
Ein Schülerpraktikant hat die Forschungsstelle besucht und bei der Kartierung der Totholzstämme geholfen.

- Facharbeit -
Anton Schlösser, Schüler der Liebfrauenschule in Köln, führte seine Facharbeit im LK Biologie zum Thema „Ökologischer Vergleich der Flora verschiedener Rekultivierungsstandorte des Braunkohlenabbaus im Rheinischen Revier“ durch. Herr Schlösser untersuchte die Vegetation an 5 Standorten auf der Vollrather Höhe und verglich seine Ergebnisse mit denen von Nagler und Wedeck (1998), die im Jahre 1989 an den gleichen Standorten Vegetationsaufnahmen durchführten.

nach oben 

Kommunikation

- Internetseite -
Die Internetseite wurde komplett überarbeitet und mehrmals aktualisiert. Sie erfreut sich erstaunlicher Beliebtheit. Seit dem Start im Herbst 2003 hat sich die Nutzung der Seite vervielfacht und zuletzt mit periodischen Schwankungen auf durchschnittlich mindestens 1.000 Nutzer pro Monat eingependelt (Zahl der Sessions, Abb. 10).

 Abb. 10: Nutzung der Homepage der Forschungsstelle Rekultivierung.


- CD-Rom zum Rekultivierungskongress -
Im Jahr 2005 haben die Mitarbeiter der Forschungsstelle auf Anfrage weiter zehn CDs verschickt. Die Auflage von 500 Stk. ist damit weitgehend ausgegeben.

- Pressetermine, Pressespiegel -

Osterhasen (25.-28.3.2005):
In der Woche vor Ostern wandte sich der WDR (Herr von Lonski, freier Redakteur beim WDR) an die Forschungsstelle um einen Bericht über den Hasen als Frühlingsboten und unser Hasenprojekt zu drehen. Diesen Termin haben Herr Weglau und Herr Rosenland wahrgenommen und sich dem Kamerateam zur Verfügung gestellt. Der etwa 2-minütige Beitrag sollte eigentlich an den Ostertagen in der „aktuellen Sunde“ im WDR-Fernsehen gesendet werden. Er wurde aber aufgrund aktueller Ereignisse verschoben und erst im Mai gezeigt.

„Lebendige Natur bei Nacht“ (21.4.2005):
In Zusammenarbeit mit der RWE Power AG und der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft e.V. (FNL) hat die Forschungsstelle Rekultivierung etwa 15 Journalisten nach Hackhausen eingeladen. Dort begann die Veranstaltung „Lebendige Natur bei Nacht“ mit zwei kurzen Vorträgen – u.a. zu unserem Hasenprojekt. Nach einem kleinen Imbiss wurde den Journalisten auf den Flächen des ehemaligen Tagebaus Fortuna Garsdorf zunächst erfolgreich die Beobachtung von Rebhühnern mit Hilfe der Klangattrappe vorgeführt. Anschließend hatten sie die Möglichkeit, Amphibien hautnah zu beobachten. Als Abschluss wurde eine Hasenzählung durchgeführt. Während alle Beteiligten den Zeitungs- und Radio-Journalisten mit Rat und Tat zur Seite standen, begleitete Herr Dr. Esser das WDR-Kamerateam. Die sehr erfolgreiche Veranstaltung endete gegen 22.30 Uhr.
Bereits vor diesem Termin trafen sich Herr Weglau und Herr Zimmer zu einem Informationsgespräch mit Frau Gundermann vom WDR, die anschließend einen Artikel für die homepage des WDR (wdr.de) verfasst hat.
Presse:
Neuss-Grevenbroicher Zeitung (NGZ) vom 23.4.2005:
- Kleines Paradies für bedrohte Tiere
Kölner Stadt-Anzeiger (Rhein-Erft-Teil) vom 23./24.4.2005:
- Meister Lampe mit der Lampe auf der Spur
Kölnische Rundschau vom 23.4.2005:
- Verhört und ausgeleuchtet
wdr.de seit 20.3.2005:
- Wo der Hase läuft - Neue Heimat im ehemaligen Tagebau
wdr-fernsehen, Lokalzeit Köln

Zur Entdeckung des Schwertblättrigen Waldvögelein:
Im Bereich der Rekultivierung des Tagebaus Garzweiler wurde in diesem Jahr von Orchideenfreunden das sehr seltene Schwertblättrige Waldvögelein (Cephalanthera longifolia) entdeckt. Dies ist der erste Nachweis dieser Art im nordrhein-westfälischen Tiefland. Die nächsten Vorkommen sind am Eifelrand bei Stolberg und am Westrand des Bergischen Landes im Gebiet um Burscheid. Aufgrund der Besonderheit dieses Fundes wandte sich Herr Dr. Möhlenbruch an die Presse.
Presse:
Kölner Stadt-Anzeiger (Rhein-Erft-Teil) vom 9.8.2005:
- Gefährdete Arten schätzen die Lebensräume

Buchveröffentlichung (06.12.2005):
Nach intensiver Arbeit konnte in diesem Jahr das Buch „Tiere und Pflanzen in der Rekultivierung - 40 Jahre Freilandforschung im Rheinischen Braunkohlenrevier“ veröffentlicht werden. Bei einer Pressekonferenz am 6.12.2005. im Schloss Paffendorf. Herr Prof. Topp und Herr Dworschak stellten in ihren Vorträgen den Inhalt des Buches vor und wiesen auf dessen Bedeutung für weitere ökologische Forschung im Rheinischen Braunkohlenrevier hin. Abschließend standen alle Beteiligten den Journalisten für weitere Fragen zur Verfügung.
Presse:
Kölner Stadt-Anzeiger (Rhein-Erft-Teil) vom vom 7.12.2005:
- Gefährdete Arten schätzen die neuen Lebensräume
Kölnische Rundschau vom 7.12.2005:
- Erneuerte Landschaft
Westdeutsche Zeitung (WZ) vom 7.12.2005:
- Orchideen in der Mondlandschaft
Werbepost Bergheim vom 14.12.2005:
- Visionen für einen Wald von morgen
Dpa

- Veranstaltungen in der Station -
In den letzten Jahren fand jährlich eine Vortrags- und Diskussions-Veranstaltung zu einem festgelegten Thema in der Forschungsstelle statt. Bisherige Themen waren der Eisvogel, die Amphibien, die Orchideen und die Libellen. Besonders die letzte Veranstaltung zum Thema Libellen im Dezember 2004 war insofern sehr erfolgreich, als aus ihr ein sehr intensiver Arbeitskontakt zum AK Libellen NRW sowie zu Herrn Rodenkirchen resultierte, der uns zahlreiche Bilder für unser Buch zur Verfügung gestellt hat.
In diesem Jahr haben wir unsere mittlerweile traditionelle „Stationsveranstaltung“ in einem etwas anderen Rahmen und ohne festes Thema durchgeführt: ein Erfahrungsaustausch in gemütlicher Runde bei Bier und Würstchen, ohne jedoch den nötigen Ernst fehlen zu lassen. Herr Dworschak hielt einen kurzen Vortrag über die faunistischen und floristischen Besonderheiten der Rekultivierung im Jahre 2005 und Frau Gerres stellte ihre Staatsexamensarbeit vor. Anschließend wurde angeregt unter den etwa 25 Teilnehmern diskutiert, ehe die Veranstaltung gegen 21.30 Uhr endete.

- Vorträge, Führungen und Exkursionen -
Auch in diesem Jahr wurde die Rekultivierung wieder einer Vielzahl von Fachbesuchern näher gebracht. Insbesondere im Rahmen zweier Vorlesungen am Lehrstuhl für Bergbaukunde im Rahmen der Umwelt-Vorlesung von Prof. Niemann-Delius und des European Mining Course. Bei den anschließenden Exkursionen haben die Studenten einen Einblick in das landschaftsökologische Gesamtkonzept erhalten.
Als besondere Gäste haben wir in diesem Jahr eine Gruppe von Forstwissenschaftlern der TU München und der Universität Yale, sowie die Mitarbeiter der Fachstelle Naturschutz des Kanton Zürich geführt. Darüber hinaus wurde eine Gruppe von Forstreferendaren im Rahmen ihrer Ausbildung mit der Forstwirtschaft bei RWE Power vertraut gemacht, sowie auf Vermittlung von Tochtergesellschaften zwei Gruppen mit Verwaltungsvertretern aus Vietnam und China.



zurück