Jahresbericht

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Jahresbericht 2006

Spezielle Artenschutzmaßnahmen
- Ringelnatterprojekt
- Unken
- Fledermausstollen
- Künstliche Höhlen und Fledermauskästen
- Ameisen
- Eisvögel
- Orchideen
- Pflanzenumsiedlung
- „Initiative Rheinisches Wildpflanzensaatgut“
- Heublumensaat
Allgemeine Naturschutzarbeit und Landschaftspflege
- Umsetzung des Naturschutzkonzeptes für das Restfeld Ville
- Pflege und Anlage von Sonder-Biotopen und -Pflanzungen
- Pflege und Anlage von Wegemarkierungen und Informationstafeln
- Vogeljulen/Nisthölzer
Ökologische Begleitforschung
- „Lebendige Feldflur“ in Fortuna
- Indemonitoring
- Fledermauserfassung
- Libellenkartierung
- Weitere besondere Beobachtungen
Staatsexamens-, Diplom-, Facharbeiten, Praktika
- Diplomarbeiten
- Staatsexamensarbeiten
- Praktika
Kommunikation
- Internetseite
- Pressetermine, Pressespiegel
- Veranstaltungen in der Station
- Vorträge, Führungen und Exkursionen

Spezielle Artenschutzmaßnahmen

- Ringelnatterprojekt -
Fortführung des Projektes aus 2005. Die acht bereits angelegten Gärhaufen wurden erweitert und die ausgelegten Schlangenbretter regelmäßig kontrolliert. Bisher konnten noch keine Ringelnattern nachgewiesen werden.

 Abb. 1: Sonnenplatz mit Gärhaufen und Schlangenbrett.


- Unken -
Im Bereich Berrenrath (Hackenbroich) und am Graben 100 in Frechen wurden in 2005 „Unkenkübel“ als künstliche Kleinstgewässer ausgebracht. Seither werden sie regelmäßig kontrolliert und gereinigt. An einigen Wannen wurde die Besonnung durch Freischneiden verbessert. Bisher gelang jedoch noch kein Nachweis von Gelbbauchunken.
Im Sommer wurde ein neues Vorkommen der Gelbbauchunken (vermutlich ausgesetzt) im Elsbachtal gefunden: das Schutzprogramm wurde hier erweitert.

- Fledermausstollen -
Durch die Verbesserungen in 2005 ist es gelungen, dass der seit Jahren zu trockene Fledermausstollen erstmalig ganzjährig feucht war. Damit ist eine wichtige Vorraussetzung für die erfolgreiche Überwinterung von Fledermäusen erfüllt. Der Stollen wird auch weiterhin auf eine mögliche Ansiedlung untersucht.


 Abb. 2: Der verschlossene Eingang sowie das über das Drainrohr eingeleitete Wasser sorgen für ein für Fledermäuse wichtiges feuchtes Mikroklima im Stollen.


- Künstliche Höhlen und Fledermauskästen -
Auf der Sophienhöhe wurden „halbnatürliche“ Höhlen in Totholzstämmen und erstmals auch in lebenden Pappeln geschaffen. Zusätzlich wurden drei Höhlenquartiere mit jeweils rund 30 künstlichen Höhlen (spezielle Überwinterungskästen, Rund- und Flachkästen) angelegt. Einige Kotspuren könnten auf eine erste Nutzung hinweisen – dies wird weiter verfolgt.

 Abb. 3: Selbst gebauter Wochenstuben- und Überwinterungskasten.


- Ameisen -
Auf der Sophienhöhe und auf der Kasterer Höhe wurden Ameisenhaufen freigestellt und frische Fichtennadeln als Baumaterial zur Stärkung der Nester gesammelt und ausgebracht.

- Eisvögel -
Errichtung einer künstlichen Brutwand im ältesten Abschnitt der rekultivierten Inde.

 Abb. 4: Eisvogelwand nach Plänen von Herrn von Dewitz. Hinter dem linken Einflugloch verbirgt sich eine Bruthöhle der Firma Schwegler.


- Orchideen -
Freischneiden einer Forstkultur an der Kasterer Höhe, um eine bessere Besonnung der Pflanzen zu erreichen.

- Pflanzenumsiedlung -
Besondere Pflanzen aus dem Tagebauvorfeld wurden in die Rekultivierung umgesiedelt:

- Übersehenes Knabenkraut ins Elsbachtal
- Buschwindröschen und Wasserpflanzen in den Hasenwinkel, Bergheim
- Mispel in die Königshovener Mulde, Garzweiler

 Abb. 5: Eine stattliche Mispel konnte mit technischer Hilfe aus dem Tagebauvorfeld in die Rekutlivierung verpflanzt werden. Solche Aktionen wurden bereits mehrfach mit Erfolg durchgeführt.


- „Initiative Rheinisches Wildpflanzensaatgut" -
Auf der Königshovener Höhe wurden im Rahmen der „Initiative Rheinisches Wildpflanzensaatgut“ (Gemeinschaftsprojekt der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, der Biologischen Station Bonn, der Biologischen Station im Rhein-Sieg-Kreis, der Stadt Sankt Augustin, der LANUV [ehemals LÖBF] und RWE Power) acht Wildpflanzenarten regionaler Herkunft zu Vermehrungszwecken angebaut.

Ernteerfolg 2006:

- Malve: 6,88 kg gereinigtes Saatgut
- Pastinak: 48,8 kg gereinigtes Saatgut
- Wiesenflockenblume: 2,4 kg gereinigtes Saatgut
- Wiesen-Margerite: 5,5 kg gereinigtes Saatgut
- Schafgarbe: 1,3 kg gereinigtes Saatgut

Das gewonnene Saatgut wurde neuerlich in verbesserter räumlicher Anordnung ausgesät.

- Heublumensaat -
In Zusammenarbeit mit dem Rhein-Kreis Neuss wurde erneut Mähgut vom Uedesheimer Rheindeich zur Anlage einer artenreichen Wiese im Rekultivierungsgebiet Bergheim verwandt. Ziel ist es, eine eigene Spenderfläche zu etablieren, um zukünftig selbst Begrünungen mit heimischem Wildpflanzensaatgut aus gesicherter Herkunft durchführen zu können.

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Allgemeine Naturschutzarbeit und Landschaftspflege

- Umsetzung des Naturschutzkonzeptes für das Restfeld Ville -
Mit dem Rhein-Erft-Kreis wurde ein Vertrag über die naturschutzgerechte Pflege und Entwicklung des Restfeldes des ehemaligen Tgb. Ville geschlossen. Für die Durchführung der Schafbeweidung wurde Herr Schnitzler mit einer kopfstarken Schafherde (etwa 300 Tiere) gewonnen. Die Beweidung ist in Absprache mit Herrn Dr. Arnold (Bio-Station Bonn und Naturschutzzentrum Friesheimer Busch) durchgeführt worden und nach dessen Aussage nach nur zwei Beweidungsperioden bereits sehr erfolgreich: in 2006 konnten die ersten Heidelerchen-Bruten auf den Wiesen im Restfeld nachgewiesen werden.

- Pflege und Anlage von Sonder-Biotopen und -Pflanzungen -
Im Jahr 2006 wurden folgende Arbeiten durchgeführt:

- Schnitt der Kopfweiden im Elsbachtal
- Neuanpflanzung von ca. 20 Kopfweiden am Graben 100 in Frechen
- Pflege von Alleebäumen im Bereich Glesch, im Elsbachtal und der Königshovener Höhe
- Freistellen von Mispeln und Elsbeeren auf der Kasterer Höhe
- Obstbaumschnitt und Wiesenpflege am jüdischen Friedhof am Fuße der Wiedenfelder Höhe
- Freischneiden von Uferbereichen an Teichen auf der Kasterer Höhe, Entfernung oder Erneuerung vorhandener Holzgeländer
- Freistellen einer Lößsteilwand im Bereich „Johanneslust“ im Rekultivierungsgebiet Fortuna

- Pflege und Anlage von Wegemarkierungen und Informationstafeln -
Erneuerung der Wanderwegemarkierungen auf der Sophienhöhe.

- Vogeljulen/Nisthölzer -
Ca. 40 Julen (Vogelsitzstangen) und Insektennisthölzer neu gebaut und in der Rekultivierung des ehemaligen Tagebaus Fortuna ausgebracht.

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Ökologische Begleitforschung

- „Lebendige Feldflur“ in Fortuna -
Seit 2002 werden im Bereich Fortuna spezielle lebensraumverbessernde Maßnahmen in der landwirtschaftlichen Rekultivierung durchgeführt. Parallel wird die Entwicklung des Hasenbesatzes und von Feldvögeln wissenschaftlich durch die Forschungsstelle Rekultivierung untersucht.

Ergebnis der Hasenzählungen 2002-2006
Seit Beginn der Hasenzählungen im Jahre 2002 wurde eine fast stetige Zunahme der Hasenzahlen beobachtet. Ein leichter Rückgang der Hasendichte im Herbst 2004 und im Frühjahr 2005 wird mit schlechten Witterungsbedingungen in Zusammenhang gebracht. Im November 2006 wurde die bisher größte Hasenzahl von 395 Stk. bzw. 47 Hasen pro 100 ha nachgewiesen.

 Abb. 6: Hasenbesatz auf der jeweiligen Gesamtfläche angegeben in Hasen/100 ha als Mittelwert aus zwei Messungen und die Maximalzahl (F: Frühjahr, H: Herbst, * auf nur einer Zählung beruhend).


Avifauna
Ergebnisse 2006:

- 64 Arten, davon 40 Brutvogelarten
- Die Anzahl der Brutvögel in der Feldflur (engeres Untersuchungsgebiet) blieb mit 11 Arten gegenüber den Vorjahren unverändert.
- Erster Brutnachweis des Kiebitzes.- Die meisten der in den Vorjahren im Bereich der Grünzüge bzw. Randstrukturen festgestellten Brutvogelarten wurden auch 2006 registriert
- Für drei von sechs Vogelarten der Feldfluren (Wachtel, Feldlerche, Rebhuhn) wurden 2006 die bisher niedrigsten Dichtewerte ermittelt
- Die Wachtel kommt im Gebiet dauerhaft in wechselnden Dichten vor. Jährlich starke Bestandsschwankungen im Brutgebiet sind für sie allgemein nicht ungewöhnlich
- Das Verbreitungsmuster der Rebhuhn-Brutpopulation war ähnlich wie im Vorjahr: vergleichsweise geringer Besatz im Nordteil trotz der Anlage von Feldrainen und Einsaatstreifen; Bevorzugung jüngerer Flächen im Süden
- Kontinuierliche Zunahme der Schafstelze vor allem in Getreideschlägen
- Wiesenpieper nutzten weniger die eigentliche Feldflur, Verlagerung des Vorkommens in Randstrukturen

Kernaussagen und Fazit:

- Brutansiedlung des landesweit als gefährdet eingestuften Kiebitz
- Unklar ist ob der Rückgang der Siedlungsdichte des Rebhuhns und anderer Feldvögel durch das Wetter oder durch abnehmende Lebensraumqualität bedingt ist
- Die Grauammer bevorzugte Luzerneschläge
- Die Schafstelze profitierte von Einsaatstreifen in Getreideschlägen
- Die Feldlerche war auch 2006 die häufigste Brutvogelart der untersuchten Feldflur
- Die nicht bewirtschafteten Randstrukturen einschließlich der Baggertrasse innerhalb der jüngeren Rekultivierungsbereiche sind aktuell wichtige Teillebensräume für Wiesenpieper und Rebhuhn. Beide Arten haben in diesen Bereichen Siedlungsschwerpunkte
- Die Grünzüge Buchholzer Hang und Buchholzer Tal bereichern das Lebensraumangebot für Vögel im Untersuchungsraum deutlich. Auch landesweit gefährdete Arten wie Feldschwirl, Turteltaube, Dorngrasmücke und Schwarzkehlchen finden geeignete Bedingungen

- Indemonitoring -
In 2006 wurden auf vier Probeflächen in der Indeflur (PF 3 bis 6) die Vögel, Amphibien, Heuschrecken, Tagfalter, Libellen und Pflanzen untersucht. Ziel ist es, die Entwicklung der neuen Indeflur anhand floristischer und faunistischer Bestandsaufnahmen zu dokumentieren.

Seit dem Umschluss der Inde, beginnend im Frühjahr 2005, entwickelt sich die neue Inde zu einem typischen Fließgewässer. Prägende Faktoren sind: strömendes Wasser, dynamische Umgestaltung des Flussbettes, Überschwemmungen, Bildung temporärer Stillgewässer. Die ersten Hochwasserereignisse im Winter 2005 und Frühjahr 2006 sorgten bereits für deutliche Veränderungen in der Aue: Flutmulden, Kies- und Schlammbänke, Uferabbrüche etc..

Vegetationsentwicklung
Infolge der vorzeitigen Flutung mit Sümpfungswasser entstanden zunächst stillgewässertypische Röhrichte. Diese sind durch Überstauung und Fließdynamik stark zurückgegangen. Schlammufer mit ihren charakteristischen Schlammbodengesellschaften und dichte Weidengebüsche treten vielerorts an ihre Stelle. An allen Probeflächen sind erste Initialen einer fließgewässertypischen Vegetation erkennbar. Flutmulden und ausgedehnte Flachwasserbereiche bilden Stillgewässer, die im Zusammenspiel mit wechselfeuchten und trockenen Bereichen wesentlich zum Artenreichtum der Flora und Fauna beitragen.

Avifauna
- Insgesamt 61 Vogelarten; davon 20 Arten mit Brutnachweis und vier Arten mit Brutverdacht
- Die Anzahl der Brutvogelarten war auf allen vier Standorten mit jeweils 13 bis 15 Arten sehr ähnlich.
- PF 6 – der jüngste Standort – wird durch Brutvogelarten des Offenlandes, der Hochgrasfluren und Röhrichte sowie gewässertypischer Arten charakterisiert. Er war 2006 der artenreichste mit einer auffallend hohen Anzahl (27) an z.T. bemerkenswerten Gastvögeln.
- PF 5 wird durch Brutvogelarten des Offenlandes, des Halboffenlandes, der Gebüschlebensräume sowie der Gewässer und Röhrichte charakterisiert.
- PF 3 und PF 4 werden durch Brutvögel junger Waldstadien und Gebüsche charakterisiert (z.B. Fitis, Zilpzalp, Goldammer) sowie Arten der Hochgrasfluren und Röhrichte (Sumpfrohrsänger, Rohrammer) und einzelnen gewässertypischen Arten (Stockente, Blässhuhn). Hier waren im Verhältnis weniger Gastvogelarten zu beobachten.

Es wurden vier landesweit gefährdete (RL NRW 3) Brutvogelarten nachgewiesen: der Kiebitz, die Schafstelze, der Wiesenpieper und der Flussregenpfeifer als typische Charakterart in naturnahen Flussauen. Unter den 2006 registrierten Gastvogelarten finden sich folgende Besonderheiten bzw. Rote-Liste-Arten:

- Schnatterente (RL NRW R, W)
- Krickente (RL NRW 2)
- Löffelente (RL NRW 2)
- Tafelente (RL NRW 2, W)
- Gänsesäger (RL NRW W)
- Rohrweihe (RL NRW 2)
- Kornweihe (RL NRW 0, W)
- Wiesenweihe (RL NRW 1)
- Alpenstrandläufer (RL NRW W)
- Waldwasserläufer (RL NRW W)
- Bruchwasserläufer (RL NRW 0, W)
- Flussuferläufer (RL NRW 0, W)
- Rotschenkel (RL NRW 1, W)
- Grünschenkel (RL NRW W)
- Sumpfohreule (RL NRW 0)
- Eisvogel (RL NRW 3, W)
- Rauchschwalbe (RL NRW 3, W)

Amphibien
Bisher fünf Arten:

- Kreuzkröte
- Kleiner Teichfrosch
- Teichmolch
- Erdkröte
- Grasfrosch

Die Kreuzkröte als typische Art der Stromtalauen konnte sich trotz fortschreitender Sukzession in den Kleingewässern der Aue behaupten.
Die Besiedlung schreitet erwartungsgemäß sukzessiv voran: der jüngste Standort wurde bisher von Erdkröte, Grasfrosch und Teichmolch noch nicht besiedelt

Libellen
In 2006 wurden 20 Arten nachgewiesen (Maximum 24 Arten in 2005).
Unter den bisher an der Inde beobachteten Libellenarten finden sich folgende Besonderheiten (kursiv: Nachweise aus 2006):

- Braune Mosaikjungfer (RL NRW/NB 3/3)
- Torf-Mosaikjungfer (RL NRW/NB 3/1)
- Gebänderte Prachtlibelle (RL NB 3)
- Kleine Pechlibelle (RL NRW/NB 3N/3N)
- Südlicher Blaupfeil (RL NRW/NB 1/1)
- Kleiner Blaupfeil ( RL NRW/NB 2/3)
- Gemeine Winterlibelle (RL NRW/NB 2/3)
- Frühe Heidelibelle (RL NRW/NB 1/1)
- Gebänderte Heidelibelle (RL NRW/NB 1/X), Massenvorkommen in 2005

Verdacht auf Kleine Mosaikjungfer (RL NRW/NB 2/3) und Quelljungfer (RL NRW/NB 3/3) in 2005.

Heuschrecken
Bisher 9 Heuschreckenarten: als Besonderheiten die Blauflügelige Ödlandschrecke (RL NRW 2) und die Säbeldornschrecke (RL NRW V)
Das Weinhähnchen – eine Art aus Südeuropa – wurde mittlerweile an verschiedenen Stellen in der Rekultivierung beobachtet und 2006 auch an der Inde.
Das Auftreten des flugunfähigen Gemeinen Grashüpfers ist ein Beleg für die fortschreitende Sukzession und den guten Biotopverbund ins Umland.

Schmetterlinge
15 Tagfalterarten: im Wesentlichen weit verbreitete und häufige Arten.
2006 als Besonderheit die Goldene Acht (RL NRW 3).

Sonstige Fauna
Besiedlung der Inde durch den Biber.

Biberspuren Als absolute Besonderheit der Fauna hat der Biber bereits im ersten Jahr die Inde besiedelt, hier Fraßspuren.




- Fledermauserfassung-
Detektorbegehungen auf der Vollrather Höhe, der Kasterer Höhe, der Sophienhöhe und an der Erft.
Kontrolle der künstlichen Höhlen und Fledermauskästen mittels spezieller Kamera.
Kontrolle von Brücken und Tunnels im Südrevier auf Überwinterung.


- Libellenkartierung -
Überprüfung von neuen Gewässern und von Gewässern, an denen seltene oder 2003 erstmalig in der Rekultivierung nachgewiesene Arten beobachtet wurden:

- Bestätigung von Ceriagrion tenellum (Späte Adonislibelle) am Zechenhaus in Garzweiler
- Orthetrum brunneum (Südlicher Blaupfeil) an der Inde
- Sympetrum pedemontanum (Gebänderte Heidelibelle) am Graben 100 in Frechen
- Größere Vorkommen von Orthetrum brunneum (Südlicher Blaupfeil) und Orthetrum coerulescens (Kleiner Blaupfeil) am Graben 100 in Frechen
- Crocothemis erythrea (Feuerlibelle) am Graben 100 in Frechen
- Ischnura pumilio (Kleine Pechlibelle) am Graben 100 in Frechen
- Verdacht auf das Vorkommen von Sympetrum fonscolombii (Frühe Heidelibelle) am Graben 100 in Frechen
- Lestes barbarus (Südliche Binsenjungfer) in Fortuna, Erstnachweis in der Rekultivierung
- Aeshna affinis (Südliche Mosaikjungfer) in Fortuna

 Abb. 8: Feuerlibelle. Eine nicht häufige, wärmeliebende Art in der Rekultivierung - hier an der Inde im Jahr 2005.


- Weitere besondere Beobachtungen: -
- Ansiedlung des Bibers an der Inde
- Nachweis von Gelbbauchunken im Elsbachtal (Quelle: O. Tillmanns). Vermutlich wurden die Tiere hier ausgesetzt
- Neuerliche Beobachtung des Großen Brachvogels an der Inde (Durchzügler)
- Silberreiher an der Inde
- Seidenreiher an der Inde
- Kiebitzbruten an der Inde, im Bereich Fortuna und vermutlich am Graben 100 in Frechen

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Staatsexamens-, Diplom-, Facharbeiten, Praktika

- Diplomarbeiten -
Frau Katrin Thelen, Biologie, Universität Köln
Thema: Carabiden auf der Sophienhöhe. Wiederholungsuntersuchung "Prof. Topp".

Herr Jens Trasberger, Biologie, Universität Bonn / Museum König, Bonn
Thema: Fledermäuse in der Rekultivierung, Vergleich unterschiedlicher Standorte im Südrevier und im ehemaligen Tagebaubereich Ville.

- Staatsexamensarbeiten -
Frau Kirsten Hofmann, Didaktik der Biologie (Sek I), Universität Aachen
Thema: Totholzstämme in der Rekultivierung und deren Besiedlung durch Vögel und Hymenopteren – Eine Unterrichtsanleitung zum wissenschaftlichen Arbeiten.

- Praktika -
Timo Klippstein, Master-Studium Umwelt-Management, Uni Kiel
Thema: Erstellung eines Katasters und ein Managementkonzept für die Wiesenflächen.

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Kommunikation

- Internetseite -
Die Internetseite wurde teilweise überarbeitet und mehrmals aktualisiert. Sie erfreut sich weiterhin steigender Beliebtheit. Seit dem Start im Herbst 2003 hat sich die Nutzung der Seite vervielfacht. Mit täglich bis zu 80 Zugriffen von verschiedenen Rechnern (Sessions) wurde im März des Jahres die bisher stärkste Nutzung registriert. Fast 70% der Zugriffe kamen über Suchabfragen bei Google (und zu einem kleinen Teil von Yahoo), nahezu die Hälfte davon über die Suche nach Bildern. Im einstelligen Prozentbereich liegen die Verweise aus dem RWE-Netz, der DEBRIV-Seite und einigen Universitätsseiten. Größter Beliebtheit insgesamt erfreuten sich die Bilder. Von den übrigen Seiten wurden „Aktuell“ und „Projekte“ am häufigsten abgerufen, gefolgt von „Einführung“ und „Kontakt“.

 Abb. 9: Nutzung der Homepage der Forschungsstelle Rekultivierung.


- Pressetermine, Pressespiegel -

Jahresbericht der Forschungsstelle Rekultivierung (20.03.2006)
Vorstellung des Jahresberichts vor der Presse in der Forschungsstelle Rekultivierung.
Presse:
Neuss-Grevenbroicher Zeitung (NGZ) vom 21.03.2006:
- Steinkauz soll ins Elsbachtal ziehen
Kölner Stadt-Anzeiger (Rhein-Erft) vom 21.03.2006:
- Lebensraum für Natter und Unke
Kölnische Rundschau vom 21.03.2006:
- Bienenfresser vertilgt Schwalbenschwanz
Westdeutsche Zeitung (Neuss) vom 21.03.2006:
- Käuzchen statt Kohleabbau
Westdeutsche Zeitung (Niederrhein) vom 21.03.2006:
- Seltene Kröten am Braunkohlenrevier
Aachener Zeitung vom 21.03.2006:
- Technik gibt der Natur Raum
Aachener Nachrichten vom 21.03.2006:
- Wiesenpieper und Feldschwirl
Sonntagspost (Kerpen, Bergheim, Elsdorf, Bedburg) vom 25.03.2006:
- Höchste Hasendichte in Deutschland
Kölner Stadt-Anzeiger (Rhein-Erft-Teil) vom 28.03.2006:
- Einsatz für Schlangen und Käuze
wdr-fernsehen, Lokalzeit Köln und Aachen (März 2006)

Weitere Presseberichte:
Neuss-Grevenbroicher Zeitung (NGZ) vom 13.07.2006:
- Saatgut vom Rheindeich für Rekultivierungsgebiete
Neuss-Grevenbroicher Zeitung (NGZ) vom 18.07.2006:
- Wo das Weinhähnchen selig zirpt
Kölner Stadt-Anzeiger (Rhein-Erft) vom 01.08.2006:
- Ganz Mitteleuropa auf engem Raum

wdr-fernsehen, Hier und Heute unterwegs (19.05.2006):
- Bohrer, Bagger, Biotope
(Vorgestellt wurde einerseits die Rekultivierung und andererseits die Arbeit der BOWA)
Hörfunkberichte in Leonardo auf WDR 5:
- Die Erben der Braunkohle
- Orchideen in rekultivierten Landschaften
- Das Leben kehrt zurück - Erfolge für den Naturschutz (09.06.2006)
(Autor: Detlev Arens)
- Die Verlegung der Inde im Rheinischen Braunkohlerevier (28.07.2006)
(Autor: Detlev Arens)

- Veranstaltungen in der Station -
Vorstellung des Jahresberichts 2005.
Besuch der Besucherbetreuer von RWE Power.

- Vorträge, Führungen und Exkursionen -

Öffentliche Wanderungen
Vier öffentliche geführte Wanderungen an Samstagen in Kooperation mit der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Führungen, Vorträge und sonstige Veranstaltungen
- Vier Veranstaltungen mit Schülergruppen: darunter eine Gruppe im Rahmen des Projektes „Schüler machen Zeitung“.
- Stundenten der Uni Aachen und des Europeen Mining Course sowie eine Gruppe von Gartenbauschülern aus Essen.
- Vier Veranstaltungen mit Fachgruppen: darunter eine internationale Gruppe anlässlich einer Tagung des Forschungszentrums Jülich sowie im Rahmen der Tagung der Arbeitsgemeinschaft Bergbaufolgelandschaft am 27./28. Oktober in Alsdorf. Diese Tagung wurde insgesamt maßgeblich seitens des Arbeitsbereichs Ökologie mitgestaltet.
- Führungen bzw. Vortrag für die Honoratioren der Stadt Kerpen, für Forstfachleute und den Lions Club Köln.
- Im Rahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wurde insbesondere der Termin zu „Ein Jahr Indeverlegung“ mitgestaltet.

Insgesamt wurden 17 meist halbtägige Einzelveranstaltungen durchgeführt.